{"id":2202,"date":"2021-09-04T10:54:49","date_gmt":"2021-09-04T08:54:49","guid":{"rendered":"http:\/\/clefni.unibe.ch\/?p=2202"},"modified":"2021-09-04T10:58:57","modified_gmt":"2021-09-04T08:58:57","slug":"hauptvortrag-2-pd-dre-delphine-vincent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/clefni.unibe.ch\/index.php\/de\/2021\/09\/04\/hauptvortrag-2-pd-dre-delphine-vincent\/","title":{"rendered":"Hauptvortrag 2: PD Dre Delphine Vincent"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:auto 27%\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"616\" height=\"591\" src=\"https:\/\/clefni.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Vincent.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2198\" srcset=\"https:\/\/clefni.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Vincent.jpg 616w, https:\/\/clefni.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Vincent-300x288.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 616px) 100vw, 616px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Der zweite Hauptvortrag der Tagung <a href=\"https:\/\/clefni.unibe.ch\/index.php\/de\/tagung-konzerte\/\">\u201cChorleben in der Schweiz, 19.-21. Jahrhundert\u201d<\/a> wird von <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www3.unifr.ch\/musicologie\/de\/departement\/team\/people\/2395\/46348\" target=\"_blank\">PD Dre Delphine Vincent<\/a>\u00a0(Universit\u00e4t Freiburg, Schweiz) gehalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Unten k\u00f6nnen Sie die deutsche Zusammenfassung ihres Vortrags lesen (der Vortrag wird auf Franz\u00f6sisch gehalten).<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Volkschor und volkst\u00fcmliches Theater am Th\u00e9\u00e2tre du Jorat<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>1908 wird in M\u00e9zi\u00e8res das Th\u00e9\u00e2tre du Jorat eingeweiht. Bis 1947 werden dort ausschliesslich Theaterst\u00fccke von seinem Gr\u00fcnder, dem Schriftsteller Ren\u00e9 Morax, gegeben, der anstrebt eine volkst\u00fcmliche welsche Schauspielkunst zu schaffen. In seinen St\u00fccken spielt die Musik eine wichtige Rolle. Sowohl aus \u00e4sthetischen als auch aus finanziellen Gr\u00fcnden werden f\u00fcr diese B\u00fchnenmusik Amateurch\u00f6re bevorzugt.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwischen 1908 und 1947 werden dreizehn Theaterst\u00fccke von Morax aufgef\u00fchrt. Ihre Musik schreiben vier Komponisten: Gustave Doret (<em>Henriette<\/em>,<em>Ali\u00e9nor<\/em>,&nbsp;<em>La Nuit des Quatre-Temps<\/em>,&nbsp;<em>Tell, Davel, La Terre et l\u2019Eau, La Servante d\u2019Evol\u00e8ne<\/em>), Arthur Honegger (<em>Le Roi David<\/em>,<em>Judith<\/em>,&nbsp;<em>La Belle de Moudon, Charles le T\u00e9m\u00e9raire<\/em>), Frank Martin (<em>Rom\u00e9o et Juliette<\/em>) und Andr\u00e9-Fran\u00e7ois Marescotti (<em>La Lampe d\u2019argile<\/em>)<em>.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Mit Ausnahme der Oratorien von Honegger und einiger Ch\u00f6re von Doret sind diese Musikst\u00fccke heute wenig bekannt. Bestenfalls hat man die Meinungsverschiedenheiten zwischen Doret und Honegger bemerkt und die Gruppierungen, die sich in ihrer Folge entwickelten. Allerdings bringen die ihnen durch das Komponieren f\u00fcr Amateure und das Genre der B\u00fchnenmusik auferlegten Zw\u00e4nge mehr stilistische Gemeinsamkeiten mit sich, als man anhand der Kontroversen zwischen Doret und Honegger glauben m\u00f6chte. Beide setzten sich \u00fcbrigens f\u00fcr eine Kunst ein, die sich direkt an jedermann wendet.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir m\u00f6chten die dauerhaften Elemente der f\u00fcr das Th\u00e9\u00e2tre du Jorat geschriebenen Ch\u00f6re herausstellen, sowohl auf Ebene der Arten von Themen (regional, religi\u00f6s, geschichtlich, allt\u00e4glich), der Funktion der Ch\u00f6re (als Bestandteil der Handlung oder als Kommentar an das Publikum) als auch der Kompositionsstrategien. In Abw\u00e4gung mit den Unterschieden sind wir so in der Lage, aufzuzeigen, auf welche Art und Weise die am Th\u00e9\u00e2tre du Jorat gesungenen Ch\u00f6re zur Verbreitung eines bestimmten Bildes der Westschweiz beitrugen und den Begriff der volkst\u00fcmlichen Musik in der Romandie pr\u00e4gten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der zweite Hauptvortrag der Tagung \u201cChorleben in der Schweiz, 19.-21. Jahrhundert\u201d wird von PD Dre Delphine Vincent\u00a0(Universit\u00e4t Freiburg, Schweiz) gehalten. Unten k\u00f6nnen Sie die deutsche Zusammenfassung ihres Vortrags lesen (der Vortrag wird auf Franz\u00f6sisch gehalten). Volkschor und volkst\u00fcmliches Theater am Th\u00e9\u00e2tre du Jorat 1908 wird in M\u00e9zi\u00e8res das Th\u00e9\u00e2tre du Jorat eingeweiht. Bis 1947 werden dort ausschliesslich Theaterst\u00fccke von seinem Gr\u00fcnder, dem Schriftsteller Ren\u00e9 Morax, gegeben, der anstrebt eine volkst\u00fcmliche welsche Schauspielkunst zu schaffen. In seinen St\u00fccken spielt die Musik eine wichtige Rolle. Sowohl aus \u00e4sthetischen als auch aus finanziellen Gr\u00fcnden werden f\u00fcr diese B\u00fchnenmusik Amateurch\u00f6re bevorzugt. Zwischen 1908 und 1947 werden dreizehn Theaterst\u00fccke von Morax aufgef\u00fchrt. Ihre Musik schreiben vier Komponisten: Gustave Doret (Henriette,Ali\u00e9nor,&nbsp;La Nuit des Quatre-Temps,&nbsp;Tell, Davel, La Terre et l\u2019Eau, La Servante d\u2019Evol\u00e8ne), Arthur Honegger (Le Roi David,Judith,&nbsp;La Belle de Moudon, Charles le T\u00e9m\u00e9raire), Frank Martin (Rom\u00e9o et Juliette) und Andr\u00e9-Fran\u00e7ois Marescotti (La Lampe d\u2019argile). Mit Ausnahme der Oratorien von Honegger und einiger Ch\u00f6re von Doret sind diese Musikst\u00fccke heute wenig bekannt. Bestenfalls hat man die Meinungsverschiedenheiten zwischen Doret und Honegger bemerkt und die Gruppierungen, die sich in ihrer Folge entwickelten. 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